Warum ist das Horn ein altes Symbol für Macht und Stärke? Und warum ist die Kuh den Indern heilig?

Hörner zieren den Kopf von vielen grasfressenden Säugetieren. Sie haben Hohlräume und sind die Verlängerungen der Stirnhöhlen. Im Innern der Hornscheide ist ein knöcherner Zapfen, der für die Hornbildung verantwortlich ist. Dieser Hornzapfen ist durchblutet, mit Nervenfasern durchzogen und daher sehr empfindlich. Beim Wiederkäuen wird das Horn stärker durchblutet und warm. Wenn ich eine Kuh beim Wiederkäuen betrachte, werde ich immer ganz ruhig. Diese sanften Wesen strahlen eine solche Ruhe aus. Fast wie ein Buddha. Sie wirken ganz in sich gekehrt. Nicht nur das Maul, sondern der ganze Kopf ist in rhythmischer Bewegung, bis hinauf zu den Hörnern.

Innerhalb einer Herde dienen Hörner als Kommunikations- und Imponierorgan und als Rangabzeichen. Als Kampfwaffe sind die meisten Hornformen eher ungeeignet. Kühe setzen zur Verteidigung gegen andere Arten eher die Hufe oder ihre Körpermasse ein. Bei innerartlichen Auseinandersetzungen haben die Hörner jedoch eine wichtige Bedeutung. Dabei werden sie als Halteinstrument eingesetzt, damit die Köpfe beim Stemmen nicht abrutschen. Durch dieses Kräftemessen wird die Rangstellung in der Regel ohne Verletzungen geklärt.

Was haben Kühe mit der Erde zu tun?

Seit den 60er Jahren wird untersucht, warum sich Kühe beim Weiden oft in eine Richtung stellen. Offensichtlich richten sie sich nach dem Magnetfeld der Erde aus, denn sie stehen anscheinend gerne ich Nord-Süd Richtung. Man spricht deshalb auch von „magnetischen Kühen“.

Armin Risi geht in seinem Buch „Unsichtbare Welten“ (S. 240) auf die Kuh ein: „Während die meisten Tier-Devas für die Menschen anonyme Upadevas sind, befinden sich unter ihnen auch einige prominente Wesenheiten. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist die Gruppenseele der Kühe, denn hier handelt es sich um dieselbe Wesenheit, die auch der „Geist des Erdplaneten“ ist. Die Göttin der Erde, im Sanskrit Bhumi genannt, erfüllt vielfache Funktionen. Unter anderem ist sie auch die Gruppenseele der Kühe! Die Kühe repräsentieren Mutter Erde, und deshalb betonen Indiens heilige Schriften, dass es ein großer Frevel ist, Kühe zu töten. Wer Kühe tötet, tötet ein Teil von Mutter Erde und somit ein Teil von sich selbst. Es ist also nicht ohne Grund, dass die Kühe in hochentwickelten Kulturen „heilig“ waren. …“

Jede Kuh in Indien, auch wenn sie vollkommen frei herumläuft, hat Ihren Besitzer, der sie auch gerne Schmückt. Oft geschieht das mit einem Tuch um die Hörner.

Alef – der Ochse

Im Hebräischen Alphabet hat jeder Buchstabe auch eine bildliche Bedeutung. Aleph, der erste Buchstabe, bedeutet „Ochse“. Es ist der Ochse, der den Karren der Welt zieht und kann als Symbol für die Lebenskraft betrachtet werden, die alles antreibt. Einer Kraft, die offensichtlich der Schöpfung vorausgeht. Denn das Alte Testament beginnt mit den Worten „bereshit bara elohim et hashamayim ve et haaretz“. Es beginnt also mit einem „Beth“, dem 2. Buchstaben und nicht mit dem Aleph. Auch in der deutschen Übersetzung wird das „A“ gemieden und sie beginnt mit „Im Anfang schuf …“ Diese Kraft ist nichts sichtbar und geht allem sichtbaren voran. Das Aleph wird auch eigentlich eher gehaucht als gesprochen. Es ist ein stimmloses „A“.
Das Element, das dem Buchstaben Aleph zugeordnet wird, ist die Luft und nicht, wie man meinen könnte, das Feuer. Wir können uns diese Luft als einen heißen Wirbel vorstellen, etwas das in Wellen und Rhythmen alles vorantreibt und verbindet. Und nun holen wir uns nochmal ein paar Hörner in Erinnerung: von Widder, Antilope oder Büffel. Sehen sie nicht aus wie Wirbel die sich in die Unendlichkeit weiterdrehen? Für unsere Augen enden Hörner irgendwann. Was aber, wenn sich Ihre feinstofflichen Schwingungen weit in den Äther ausdehnen um dort mit einer für uns unsichtbaren und unendlich feinen Schwingung zu verbinden?

Wirbel, Wellen und der Torus

Der Physiker und Kabbalist Stan Tenen in Massachusetts
beobachtete, daß die 28 Buchstaben des ersten Satzes der Genesis in einer solchen Weise kombiniert werden können, daß sie einen Torus formen. Diese Torus-Form entwickelte er dann weiter in ein asymmetrisches, der Form der Hand angepasstes Gebilde. Er fand in den Formen der Buchstaben eine Geometrie, von der er mathematisch den Vortex ableiten konnte.

Vor allem beim Buchstaben Alef kann ich diese Verbindung zur Vortex nachvollziehen.

Gemälde des Buchstaben Aleph. Aquarell und Pastellkreide, Lisa Schamschula 2009

Axel Klietzke, Dipl.-Ing. für Ergonomie beschreibt eine innerhalb eines Torus entstehende Form: „… Hier möchte ich nur auf die Konsequenz eingehen, die zur Bildung von zwei kugelartigen Zellen mit entgegen gesetzt drehenden Schwingungsmuster im Inneren führten. Dieses Schwingungsmuster, welches die Form einer „Raumlemniskate“ besitzt wird von einer umgebenden Membran, ähnlich einer Seifenblase, geschützt und begrenzt. Hilfreich ist sich vorzustellen, dass dieses innere Gebilde rotationssymmetrisch ist und durch eine Unmenge von „Schwingungsfasern“ eine geschlossene Oberfläche bildet, die im Inneren ähnlich einer Zwiebel schalenförmig fortgeführt werden. Durch dieses System verläuft eine winzige „Röhre“, ähnlich dem Auge eines Hurrikans, welches entscheidend für nachfolgende Prozesse ist. Erstaunlich ist, dass dieses System bereits eine innere Mathematik besitzt. Verfolgt man in Drehrichtung diese Schwingung, so vollzieht diese in einer Richtung (von außen bis zum Mittelpunkt) eine komplette Drehung von 360°.

Klingt das nicht fast wie die Beschreibung eines Horns?

Das Horn als Symbol für Macht und Stärke im Alten und Neuem Testament

Das Horn wird in vielen Passagen des Alten- aber auch des Neuen Testamentes erwähnt.

In Amos 3:14 spricht Gott:

„An dem Tage, da ich Israels Übertretung an ihm heimsuchen werde, werde ich auch die Altäre von Bethel heimsuchen; und die Hörner des Altars sollen abgehauen werde und zu Boden fallen.“

In Psalm 75:10 verheißt Gott:

„Und alle Hörner der Gesetzlosen werde ich abhauen; es werden erhöht werden die Hörner der Gerechten.“

In der Offenbarung 5:6 wird die Allmacht Christi durch sieben Hörnern versinnbildlicht.

„Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind.“

Logo mit Flügeln oder sind es Hörner?

Im Zentrum des auf Zarathustra zurückgeführten Glaubens, der auf ältere iranische Kulte zurückgeht, steht der Schöpfergott Ahura Mazda. Er ist auch der Namensgeber der japanischen Automarke Mazda, deren Logo die beiden Schwingen des geflügelten Schöpfergottes darstellen soll. Ich habe dieses Logo als Beispiel ausgewählt, weil es für mich, wie kein anderes Logo, Bezug auf die Form der Vortex nimmt, die wir auch in den Buchstaben des hebräischen Alphabetes sehen können. Vor allem dem Buchstaben Jod.

Logo der japanischen Automarke Mazda

Das seit 1997 gültige Mazda Logo stellt eine geflügelte Sonne, das Zeichen des Schöpfergottes Ahura Mazda dar.