Faust lehrt uns, dass reines Forschen und Studieren
in jedweder Disziplin nicht glücklich machen kann, wenn es nicht dahin führt, das zu entdecken, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Das Leitmotiv des 5. Strahls ist Unterscheidungskraft. Die Absicht dieses Strahls ist es, das Denkvermögen der Menschen anzuregen, damit er die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung erkennen kann. Um das zu entdecken, was die Welt im Innersten zusammenhält, ist es nötig, dass er die durch Synthese erschaffenen Formen zunächst in Einzelteile zerlegt, um ihre inneren Beziehungen zu erkennen. Das Spaltende und Trennende ist nötig, um dann die ursprüngliche Einheit in allem erkennen zu können. Das daraus erwachsende Verstehen wiederum, ist eine Vorstufe des höheren, intuitiven Denkens, welches für das Empfangen der Kräfte des 4. Strahls vonnöten ist. Trotz der sachlichen und neutralen Sicht dieses Strahls, gibt es einige bekannte Forscher, die tief gläubig waren oder im Verlaufe ihrer Forschungen wurden. Denn das ist die Absicht dieses Strahls. 

Je mehr wir über die Zusammenhänge, sowohl im Mikro-, als auch im Makrokosmos erfahren, um so schwerer fällt es uns, Gott zu leugnen. Von vielen „Spirituellen“ wird die moderne Wissenschaft ebenso wie das Geld gerne verteufelt. Insgesamt tun sich die Strahlen mit ungeradem Zahlenwert etwas schwerer, bei hartnäckigen Esoterikern gefallen zu finden. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass „Esoteriker“ eher als ein Schimpfwort verwendet wird. Schade, denn beide Seiten: Wissenschaftler sowie Esoteriker gehen dem gleichen Ziel entgegen. Ihre Wege unterscheiden sich allerdings so deutlich, dass sie es aus ihrer derzeitigen Perspektive für Widersprüche halten.

Die den gesamten Erdball umrankenden Pflanzen haben sich die Farbe Grün als Resultat ihrer Photosynthese ausgesucht. Dies ist eine Mischung aus dem Blau des Wassers/Himmels sowie dem Gelb des Sonnenlichts. Daraus machen sie dann Chlorophyll. Und das ist grün. Diese Farbe ist für uns ein Symbol für die Natur und ihre jahreszeitlichen Zyklen von Werden und Vergehen. Die Natur ist unter anderem der Forschungsgegenstand der Wissenschaft, die sich darauf richtet, den Geist in der Natur zu entdecken. Wenn er fündig wird, geht dem Forscher das Herz auf. Und zwar schleichend, langsam und allmählich. 

Genau so wirkt auch Grün auf uns. Viele Menschen denken, dass Rot die Farbe der Liebe sei. Für die irdische, sexuell ausgerichtete Version passt das auch. In ihrer höheren Dimension und um diese geht es dem Forscher, entspricht grün besser. Sobald im Frühling das erste Grün sprießt, freuen sich die Menschen über die Wiedergeburt des Lebens und täglich öffnet sich ihr Herz mehr und mehr der Sonne, dem Leben und der Freude an Gottes Schöpfung. Davon kann jeder ein Lied singen, der schon einmal an einem ersten Frühlingstag versucht hat, einen Platz in einem Biergarten zu bekommen.